NEWS von Donnerstag, 02.04.2020

Zwangspause wegen Corona
Traber werden „bei Laune gehalten“

Die Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung berichtet in der Ausgabe vom 31. März im überregionalen Sportteil:

 
(hb) Wegen der Corona-Krise sind sämtliche Sportveranstaltungen abgesagt. Demnach finden in Deutschland auch keine Trabrennen statt. In Straubing ist neben dem Termin am gestrigen Montag auch der Renntag am 7. April gestrichen. Als nächster Renntag auf der Gäubodenbahn wäre der 21. April vorgesehen. Rennsekretär Klaus Hagn bereitet für die PMU-Veranstaltung die Ausschreibungen vor, doch er ist skeptisch, ob zu diesem Termin bereits wieder Rennen stattfinden dürfen.

In der Zwangspause müssen Traber wie zweibeinige Leistungssportler im Training bleiben. Der HVT, die Dachorganisation des Deutschen Trabersports, hat dazu Hygiene-Maßgaben für die Trainer und Pferdesportler veröffentlicht. Trabertrainer Manfred Schub betreut am Ortsrand von Alburg derzeit 25 Pferde. Für ihn und seine drei Mitarbeiter bedeutet es keine Schwierigkeit, die Vorschriften einzuhalten. Allerdings hat er sich einen anderen Trainingsplan zurechtlegen müssen. Seine aktuellen Starter, die sich im Volltraining befanden, werden durch Bewegung „nur bei Laune gehalten“. Den Schwerpunkt hat er jetzt auf die jungen Pferde gelegt, die antrainiert werden müssen.

Dazu kann er auch zweimal in der Woche auf die Straubinger Trabrennbahn kommen, jedoch nur nach Anmeldung, denn die Anzahl wurde aus Sicherheitsgründen begrenzt. Durch die ausgefallenen Renntage können Trainer Schubs Pferde keine Rennpreise eintraben, der finanzielle Ausfall durch seinen prozentualen Anteil hält sich für ihn noch in Grenzen. Soforthilfe vom Staat hat er für sein Unternehmen nicht beantragt. Er hofft, dass es mit den Rennen Ende April/Anfang Mai wieder weitergeht. Wenn die Ausfälle jedoch Monate anhalten, dann könnten sich einige Besitzer vom Rennsport verabschieden. Und dann würde es auch für ihn kritisch.