Jubel über Popstars der Antike
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Auch durch den eng gesteckten Slalom-Parcours mussten die breiten Gespanne in rasanter Fahrt über die Arena.
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Donnernde Hufe und klirrende Schwerter beim Kampfwagenrennen auf der Trabrennbahn  |
Auf großes Interesse stießen die Gladiatorenkämpfe einer Studentengruppe der Universität Regensburg.
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Die Kampfwagenfahrer waren neben den Gladiatoren die Popstars der Antike. Wenn die todesmutigen Männer von ihrem Wagen aus mit routinierter Hand die tonnenschweren Rösser steuerten, dann wirbelte in der Arena der Staub, und die Wettkampfstätte war von dem Donnern der Hufe erfüllt, das sich wie ein Erdbeben ausbreitete. Wie sich die Stimmung bei diesen rasanten Duellen anfühlte, konnten die rund 5.000 Besucher am Sonntagnachmittag auf der Trabrennbahn hautnah erleben. Feldherr Schallus Brutalus Maximus, vielfacher Sieger im Kampfwagenrennen, stellte sich mit seinen vier feurigen Friesen zum ersten Mal im Gäuboden der starken Konkurrenz und konnte sich beim Staffelrennen durchsetzen. Und zwar in neuer Rekordzeit von unter vier Minuten für vier Gespanne, die in möglichst flotter Zeit die Strohballen im Slalom umrunden mussten, dann in engem Radius die Kurve nahmen und im Speed die Gerade hinauf bretterten, um einige Sekunden herauszuholen.
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Kleine Pferde - großer Applaus: Die Shetland-Ponys legten trotz ihrer kurzen Beine ein rasantes Tempo an den Tag.
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Das Publikum feuerte mit Begeisterung die Helden der Antike an und jubelte über Sieg und Niederlagen der Fahrer sowie der Gladiatorentruppe. Beim feierlichen Einzug zu Beginn des Nachmittags im Zeichen des alten Roms zur Zeit von Kaiser Tiberius konnten die Besucher, die sich dicht an dicht an den Rails drängten, den Hofstaat des Kaisers, die Legionäre, Kelten, Druiden, exotische Orient-Schönheiten sowie natürlich die Kämpfer und Kampfwagengespanne bewundern. Auch ein edler amerikanischer Bussard war am Arm eines Kelten mit dabei und erntete viel Staunen.
Gerade aus Österreich zurückgekehrt sind die Teilnehmer des Projektes der Experimentellen Archäologie der Universität Regensburg. Sieben Monate nahmen 20 Studenten an einem Versuch unter der Leitung von Prof. Josef Löffl teil. Das Ziel: Zu erforschen, ob es möglich ist, aus einem Menschen des 21. Jahrhunderts einen Gladiator zu machen. Die nach einem vierwöchigen Trainingslager gestählten und gebräunten jungen Männer, die sich in den letzten Monaten nur vegetarisch mit Hülsenfrüchten ernährt haben, zeigten ihr neu erlerntes Können in spannenden Schaukämpfen.
Melanie BäumelUnd im Niederbayern-Teil der Gesamtausgabe berichtet das Straubinger Tagblatt:Helden der Antike begeisterten Straubing  |
Kräftig Staub aufgewirbelt hat Gunther Schopf mit seinen Tigerschecken (alle Fotos: Bäumel
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Rund 5.000 Besucher feuerten die Zwei- und Vierbeiner beim Kampfwagenrennen an 'Salve Straubing', rief Schallus Brutalus Maximus am Sonntagnachmittag auf der Straubinger Trabrennbahn dem Publikum zu, das sich dicht an dicht entlang der Barriere geschart hatte, um einen Blick auf schneidige Kampfwagenfahrer und feurige Rösser zu erhaschen. Der Feldherr, Organisator des römischen Kampfwagenrennens, musste dieses Mal mit seinen vier temperamentvollen Friesen im direkten Wettstreit mit der Konkurrenz eine Niederlage einstecken. Doch der Pfaffenhofener, dessen größtes Hobby es ist, in die römische Geschichte einzutauchen, revanchierte sich dafür beim Staffelrennen mit einem starken Sieg. Die rund 5.000 Zuschauer jubelten und feuerten die 'Helden der Antike' kräftig an, die keine Furcht kannten und ihre Pferde in einem Höllentempo die Zielgerade herab jagten. Die Erde bebte unter den schweren Hufen von Kaltblütern, Haflingern und Friesen - besonderen Applaus erhielten aber auch die Ponygespanne mit vier munter trippelnden Shettland-Ponys, die den Großen in nichts nachstanden.
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Blut floss keines, aber hart ging es bei den historischen Gla- diatorenkämpfen dennoch zur Sache.
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Ein Höhepunkt des Nachmittags im Zeichen des alten Roms auf der Rennbahn waren auch die Gladiatorenkämpfe. 20 Studenten wirkten sieben Monate lang an einem Projekt im Bereich der Experimentellen Archäologie an der Universität Regensburg mit. Die vergangenen vier Wochen verbrachten die 'Gladiatoren in Ausbildung' im Trainingslager in Österreich. Sie schliefen draußen auf Strohballen, nur in Tuniken aus Wolle gehüllt, und absolvierten tagsüber viele Trainingseinheiten und Schaukämpfe. Die Ernährung der Supersportler der Antike bestand, wie Projektleiter Josef Löffl informiert, aus Hülsenfrüchten. Ihr neu erworbenes Können zeigten sie in Straubing zum Abschluss des Projekts dem Publikum: In spannenden Kämpfen mit den verschiedensten Waffen ging es unter den gestrengen Augen des Schiedsrichters richtig zur Sache.
Auch bei den Kampfwagenrennen war Fairness Trumpf. Wer beim Slalomfahren, dem ersten Durchgang, nicht ordnungsgemäß die Strohballen umrundete, wurde disqualifiziert. Gespanne mit Tigerschecken, Haflingern und Norikern begeisterten die Zuschauer. Und im Lagerleben hinter den Kulissen konnten die Gäste anschließend noch Kelten, Druiden und den Hofstaat beobachten.
Melanie Bäumel, Straubinger TagblattSiehe auch:
http://www.idowa.de/straubinger-tagblatt/container/container/con/777544.html