NEWS von Dienstag, 03.11.2026

Nachschau Renntag Montag, 2. November 2026
Ein bisschen wie Lotto

Außenseiter crashen die V6-Wette – Billy Kimber holt sich den LOTTO Bayern-Grand Prix

(trab-sr) Nicht nur Lotto, sondern auch das Wetten auf der Trabrennbahn ist manchmal ein echtes Glücksspiel. Das hat der traditionelle Lotto-Renntag am Montag auf der Straubinger Trabrennbahn gezeigt. Nur in einer Ausnahme hat sich der Totofavorit in den sieben Prüfungen durchgesetzt. Ansonsten regierten die Außenseiter und crashten die V6-Wette. Im Hauptereignis des Tages, dem LOTTO Bayern-Grand Prix, gab in starker Manier Billy Kimber mit Peter Platzer dem am besten gewetteten Aconcagua das Nachsehen. Seit über 52 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen LOTTO Bayern und dem Zucht- und Trabrennverein Straubing. Den Siegern gratulierten auch Joachim Buchwieser, Vizepräsident von LOTTO Bayern, und Bezirksleiterin Patricia Hahn, Bürgermeister Dr. Albert Solleder und Landrat Tobias Beck.

Mit sehr viel Optimismus hat Trainer Robert Gramüller Billy Kimber ins Hauptereignis gesteckt. Der Blitzstarter geht auch aus zweiter Reihe mittlerweile glänzend. Peter Platzer schickte seinen ultra-zuverlässigen Orlando Vici-Sohn wuchtig durch den Schlussbogen und mit Riesenschritten verwies der Wallach Aconcagua auf den Ehrenplatz. Veyron Bros machte die Dreierwette lukrativ.

Den LOTTO Bayern-Grand Prix sicherte sich Billy Kimber mit Peter Platzer. (Fotos: Bäumel-Schachtner)

Auch der einzige Favorit, der an diesem Abendrenntag mit fast zwei Millionen Euro Frankreich-Umsatz gewann, konnte mächtig Eindruck hinterlassen: Seinen ersten Start für den neuen Trainer Josef Franzl gestaltete Franchetto Effe gleich siegreich und ließ sich auch durch äußere Spuren nicht abhalten. Umbesi kündigte sich nach Pause nachdrücklich an, die Außenseiter Othello Venus und Mercedes AMG machten die Viererwette fett.

Noch einen zweiten Franzl-Sieger gab es: Nach dem Ausfall ihres Vaters mit der auf 1,3:1 heruntergewetteten Illypop Bar rettete Lena Franzl mit Luke Danes die Familienehre. Die Nachwuchsfahrerin, die erst seit heuer aktiv ist und fleißig Siege sammelte, lobte im Interview mit Hartwig Thöne die Pferde, die sie fahren darf: „Wenn ich mal einen Fehler mache, dann gleichen sie es aus.“ Auch hier wurden die Wetten lukrativ, denn Romashka, Great Darkness Fire und vor allem Neptune Newport überraschten in der Viererwette.

Den zweiten Franzl-Ausfall, den noch höher gewetteten Travprins Thoresen, konnte Lena Franzl aber nicht ausgleichen, denn das Sauerlacher Quartier hatte nur einen Starter im Feld. Marisa Bock brachte diesmal Keygo Wood brillant um den Kurs und der Däne siegte überlegen zum Außenseiterkurs von 18,9:1. Lasbeker und Kinder du Gers profitierten davon, dass auch Mitfavorit Ghostrider Star ins Straucheln geriet.

Im ersten Rennen nahm die Rennleitung den Sieger aus dem Stall Franzl aus der Wertung, denn Mercury genügte letztlich nicht der Gangart. So war der Weg frei für Escudo di Masi mit Rudi Haller, der erstmal glatt ging und einen gefälligen Eindruck hinterließ. Dahinter rückten Joshua KS und Delmonica Reina nach.

Im Zentrum des Renntags standen auch wieder die Läufe zur Straubinger Amateurfahrermeisterschaft, die noch bis 14. November läuft. Auch wenn Stefan Hiendlmeier diesmal kein Sieg gelingen wollte, liegt er doch mit komfortablem Vorsprung vorne. In einer etwas kuriosen Partie fand Fly Home mit Martin Geineder rechtzeitig die Lücke und ließ auch Favoritin Unfinished Business nicht mehr vorbeilaufen. Excellent Grandcru ging erneut ein tolles Rennen.

Und auch wenn mit dem mittlerweile Zwölfjährigen die Rechnung für Benjamin Priller nicht komplett aufging, so war es doch ein gelungener Renntag für den österreichischen Amateurfahrer: Er durfte zuvor schon mit der überraschend siegreichen Sly zur Siegerehrung vorfahren und leistete damit einen Beitrag, dass demnächst ein V6-Jackpot von mehr als 4.800 Euro ausgespielt wird. Hinter Sly gab es weitere Überraschungen, denn Lennarth meldete sich nachdrücklich in alter Stärke zurück und schnappte Uberlandia den Ehrenplatz weg.

Nächster Renntag ist am Samstag, 14. November, ab 12 Uhr.